Vor dem Kauf rechnen
Was kostet der Dauerbetrieb?
Eine Firewall läuft rund um die Uhr. Bei 24 Stunden mal 365 Tagen macht jedes Watt einen spürbaren Unterschied auf der Jahresrechnung.
Die Rechnung in einer Zeile
Ein Watt Dauerlast entspricht 8,76 Kilowattstunden im Jahr. Bei 35 Cent je Kilowattstunde sind das rund 3,07 Euro pro Watt und Jahr. Damit lässt sich jedes Gerät überschlagen:
| Dauerlast | Pro Jahr | Typisch für |
|---|---|---|
| 6 Watt | 18 Euro | Herstellerangabe zur Verlustleistung des N150, also der Prozessor allein |
| 10 Watt | 31 Euro | kleine Appliance im Leerlauf, realistisch mit Netzteil und SSD |
| 15 Watt | 46 Euro | Gerät mit sechs Anschlüssen unter Last |
| 35 bis 45 Watt | 108 bis 138 Euro | alter Bürorechner, der als Firewall zweckentfremdet wird |
Genau daran scheitert die verbreitete Idee, einen ausgemusterten Rechner zur Firewall zu machen. Die Rechnung dazu: Ein alter Bürorechner kostet im Dauerbetrieb rund 80 bis 110 Euro im Jahr mehr als eine kleine Appliance. Bei 260 bis 500 Euro Anschaffungspreis ist der Unterschied also nach etwa zweieinhalb bis viereinhalb Jahren ausgeglichen. Wer den alten Rechner ohnehin hat und nur ausprobieren will, fährt damit trotzdem gut; als Dauerlösung rechnet es sich nur, wenn er sonst wirklich ungenutzt bliebe.
Warum die Herstellerangabe zu niedrig aussieht
Wenn ein Hersteller mit 6 Watt wirbt, meint er die Verlustleistung des Prozessors, nicht den Verbrauch des Geräts an der Steckdose. Dazu kommen Netzteil, Arbeitsspeicher, SSD und vor allem die Netzwerkchips. Jeder aktive 2,5-Gbit-Anschluss zieht spürbar Strom, sechs davon summieren sich.
Als Faustregel: Rechne mit dem Zwei- bis Dreifachen der angegebenen Prozessorleistung, wenn alle Anschlüsse belegt sind. Wer es genau wissen will, misst mit einem Energiekostenmessgerät an der Steckdose, das kostet weniger als 20 Euro und lohnt sich bei jedem Dauerläufer im Haus.
Was den Verbrauch wirklich senkt
Nicht belegte Netzwerkanschlüsse verbrauchen weniger als belegte, ein Gerät mit sechs Buchsen ist also nicht automatisch teurer im Betrieb als eines mit vier. Wichtiger sind die Prozessorgeneration und die Frage, ob ständig Zusatzdienste laufen: Eine Verkehrsanalyse mit großen Regelsätzen hält den Prozessor dauerhaft beschäftigt, ein reiner Paketfilter nicht.
Lüfterlose Geräte sparen keinen Strom, weil ein kleiner Lüfter ohnehin kaum etwas zieht. Sie sind leise, das ist der eigentliche Vorteil.
Wer ganz vorne anfängt und noch überlegt, ob eine eigene Appliance nötig ist: Appliance oder Router beantwortet genau das.
Selbst nachmessen statt schätzen
Alle Zahlen auf dieser Seite sind Überschläge. Was dein Gerät mit deinen Regeln und deinen Anschlüssen zieht, sagt dir nur eine Messung. Ein Gerät für die Steckdose kostet weniger als zehn Euro und beantwortet die Frage in einer Woche, weil es die Kilowattstunden mitzählt.
Strommessgerät für die Steckdose
MECHEERPreis abgerufen am 30.09.2026 um 00:26 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.
Einfaches Messgerät zwischen Steckdose und Netzteil. Zeigt Watt, Kilowattstunden und hochgerechnete Kosten an, und beantwortet damit die Frage, was die Firewall im Dauerbetrieb wirklich zieht.
- Zeigt die tatsächliche Leistungsaufnahme statt der Herstellerangabe zum Prozessor
- Rechnet mit eingetragenem Strompreis die Jahreskosten hoch
- Behält die Werte ohne Batterie, auch nach dem Ausstecken
- Kostet weniger als ein Abend Stromrechnung im Irrtum
- Misst nur einzelne Steckdosen, nicht den ganzen Haushalt
- Die Genauigkeit einfacher Geräte schwankt im unteren Wattbereich, für eine Größenordnung reicht sie
- Braucht eine frei zugängliche Steckdose hinter dem Gerät
Passt zu dir, wenn: du wissen willst, was dein Dauerläufer wirklich kostet, statt zu schätzen.