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Grundlagen

Welche Hardware braucht pfSense?

pfSense stellt dieselben Ansprüche an die Hardware wie OPNsense, beide setzen auf FreeBSD auf. Zwei Dinge unterscheiden sich trotzdem, und eines davon hält sich hartnäckig als Falschinformation.

Die Hardware ist dieselbe

pfSense und OPNsense stammen aus derselben Wurzel und laufen beide auf FreeBSD. Was für das eine System passt, passt auch für das andere. Deshalb steht in den Produktbeschreibungen der Appliances fast immer beides nebeneinander.

Prozessorklassen und wofür sie reichen
ProzessorTypischer EinsatzAnschluss
Pentium J3710, Celeron J4125Haushalt, einfache Regelnbis etwa 500 Mbit
Celeron J6412, J6413, N5105Gigabit, VPN für wenige Nutzer1 Gbit, ohne Reserve
N100, N150Gigabit und mehr, VPN, Protokollierung1 Gbit und mehr
Core i3, i5, i7mehrere Standorte, Verkehrsanalysemehrere Gbit

Die Einordnung folgt den Herstellerangaben zum Durchsatz, nicht eigenen Messungen. Ausführlich steht das unter OPNsense-Hardware, dort gelten dieselben Werte.

Die AES-NI-Geschichte, kurz und richtig

Im Netz steht bis heute, pfSense verlange zwingend einen Prozessor mit AES-NI. Das geht auf eine Ankündigung von Netgate aus dem Jahr 2017 zurück: Version 2.5 sollte AES-NI voraussetzen. Netgate hat das im März 2019 zurückgenommen, in der Ankündigung zu den ersten 2.5.0-Entwicklungsversionen steht es ausdrücklich.

Für den Kauf heißt das: AES-NI ist kein Ausschlusskriterium mehr, aber weiterhin sinnvoll, weil VPN-Verbindungen damit deutlich schneller laufen. Alle Geräte auf dieser Seite bringen es mit. Nur bei sehr alter Hardware, etwa früheren Atom-Prozessoren, fehlt es.

Der praktische Unterschied zu OPNsense

Was sich beim Betrieb unterscheidet
PunktpfSenseOPNsense
AngriffserkennungSuricata und Snort als PaketeSuricata
Veröffentlichungenseltener, dafür lange gepflegtfester Takt, zweimal im Jahr eine Hauptversion
Oberflächegewachsen, vielen vertrautneuer aufgebaut
Hardwareidentisch, beide auf FreeBSD

Welches der beiden Systeme besser passt, entscheidet nicht die Hardware, sondern die Gewohnheit. Wer schon Regelwerke in einem der beiden gebaut hat, bleibt sinnvollerweise dabei.

Geräte, die der Hersteller selbst mit pfSense prüft

Protectli nennt pfSense und OPNsense ausdrücklich als geprüfte Systeme, statt nur „kompatibel“ zu behaupten. Das ist der eigentliche Grund für den Aufpreis gegenüber den No-Name-Geräten, mehr dazu unter Protectli.

Protectli Vault Pro VP2420, vier 2,5-Gbit-Anschlüsse, Barebone

Protectli
449,00 € bei Amazon

Preis abgerufen am 30.09.2026 um 00:26 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Mittelklasse der Marke: Celeron J6412, vier Intel-Anschlüsse mit 2,5 Gbit, DDR4-Steckplatz, M.2-Steckplatz und zusätzlich ein 8-GB-eMMC-Modul an Bord. Barebone ohne RAM und SSD.

Vorteile
  • Vier Anschlüsse mit 2,5 Gbit und geprüfter Eignung für pfSense und OPNsense
  • Aufrüstbar: ein Käufer berichtet von 32 GB Arbeitsspeicher und zusätzlicher SATA-SSD
  • Saubere Verarbeitung und vollständiger Lieferumfang laut ausführlicher deutscher Rezension
  • AES-NI laut Datenblatt, VPN mit Hardwareunterstützung
Zu beachten
  • Barebone, Arbeitsspeicher und SSD kommen dazu
  • Preislich über den No-Name-Geräten mit sechs Anschlüssen
  • Nur vier Anschlüsse

Passt zu dir, wenn: du ein kleines Firmennetz absicherst und Wert auf Support legst.

Einordnung: Das Gerät, das im Zweifel auch im Büro durchgeht: gut verarbeitet, reichlich Reserven, klarer Ansprechpartner. Privat ist der Aufpreis schwer zu begründen.
Bei Amazon ansehen

Protectli Vault V1410 mit fest verbautem Speicher

Protectli

Vier Intel-i226-V-Anschlüsse mit 2,5 Gbit, N5105-Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 32 GB eMMC fest an Bord. Damit läuft das Gerät ohne Zukauf, eine zusätzliche NVMe-SSD ist nicht vorinstalliert.

Vorteile
  • Läuft sofort, Arbeitsspeicher und Speicher sind fest verbaut
  • Vier Anschlüsse mit 2,5 Gbit
  • N5105 reicht für einen Gigabit-Anschluss mit Zusatzdiensten
  • Käufer nennt es als Ersatz für Netgate-Geräte, die ihn in der Langzeitverlässlichkeit enttäuscht hätten
Zu beachten
  • 8 GB fest verlötet, später nicht erweiterbar
  • 32 GB eMMC ist knapp, wer viel protokolliert, braucht zusätzlich eine NVMe-SSD
  • Höchster Preis unter den Vier-Port-Geräten im Vergleich

Passt zu dir, wenn: du ein fertiges Markengerät willst und nie wieder aufschrauben möchtest.

Einordnung: Die bequemste Lösung in diesem Vergleich, dafür ohne Ausbaureserve. Wer in zwei Jahren mehr Arbeitsspeicher braucht, kauft ein neues Gerät.
Bei Amazon ansehen

Günstiger geht es auch

Die No-Name-Geräte tragen pfSense meist im Produkttitel und laufen nach den Rückmeldungen der Käufer ebenso problemlos. Ein Käufer beschreibt, wie er das vorinstallierte Windows verwarf und pfSense aufspielte, und nennt danach höchstens 40 Prozent Prozessorlast im Betrieb als Router, Firewall und VPN-Zugang.

Glovary N150 mit sechs Anschlüssen, 8 GB DDR5 und 128-GB-SSD

Glovary
499,96 € bei Amazon

Preis abgerufen am 30.09.2026 um 00:26 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Dasselbe Gerät wie die Barebone-Ausführung, aber fertig bestückt mit 8 GB DDR5 und einer 128-GB-NVMe-SSD. Sechs Intel-i226-V-Anschlüsse mit 2,5 Gbit, lüfterloses Aluminiumgehäuse.

Vorteile
  • Läuft ohne Zukauf: Arbeitsspeicher und SSD sind eingebaut
  • Sechs Anschlüsse mit 2,5 Gbit für getrennte Netze
  • N150 der aktuellen Generation, laut Hersteller 6 Watt Verlustleistung
  • Amazon weist es zeitweise als eines der meistgekauften Geräte dieser Klasse aus
Zu beachten
  • Deutlich teurer als die Barebone-Ausführung, der Aufpreis liegt über den Teilekosten
  • 8 GB und 128 GB sind für Zusatzdienste wie Verkehrsanalyse knapp bemessen
  • Bewertungen sind mit der Barebone-Variante zusammengefasst

Passt zu dir, wenn: du auspacken, anschließen und einrichten willst, ohne den Deckel zu öffnen.

Einordnung: Der bequeme Weg zu sechs Anschlüssen, und derzeit auch der rechnerisch sinnvolle: Riegel und SSD einzeln kosten momentan mehr als der Aufpreis gegenüber der Barebone-Ausführung.
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Sharevdi Micro-Firewall J3710 mit vier 2,5-Gbit-Anschlüssen

Sharevdi
269,00 € bei Amazon

Preis abgerufen am 30.09.2026 um 00:26 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Lüfterloses Einsteigergerät mit vier 2,5-Gbit-Anschlüssen, 8 GB Arbeitsspeicher und 128-GB-SSD ab Werk. Der Pentium J3710 stammt aus einer älteren Generation, reicht aber für einen Haushalt mit überschaubarem Regelwerk. Amazon weist es zeitweise als eines der meistgekauften Geräte dieser Klasse aus.

Vorteile
  • Fertig bestückt mit 8 GB Arbeitsspeicher und 128-GB-SSD, es muss nichts nachgekauft werden
  • Vier Intel-i226-Anschlüsse mit 2,5 Gbit, unter FreeBSD und damit unter OPNsense die unkomplizierte Wahl
  • AES-NI laut Datenblatt vorhanden, VPN-Verbindungen laufen also mit Hardwareunterstützung
  • Lüfterlos und damit lautlos, auch fürs Wohnzimmerregal geeignet
Zu beachten
  • Der J3710 ist die schwächste Klasse: Ein Käufer berichtet von 500 bis 600 Mbit und schreibt, für ein volles Gigabit reiche die CPU nicht
  • Ein weiterer Käufer nennt rund 50 Grad Dauertemperatur, das ist bei lüfterlosen Gehäusen normal, sollte aber bei enger Aufstellung bedacht werden
  • Ältere Prozessorgeneration, bei anspruchsvollen Zusatzdiensten fehlt Reserve

Passt zu dir, wenn: deine Leitung unter 500 Mbit liegt und du ein fertiges Gerät ohne Basteln willst.

Einordnung: Der günstigste vernünftige Einstieg, solange du kein Gigabit ausreizen musst. Wer mehr Leitung hat oder Zusatzdienste plant, greift besser gleich zur N100- oder N150-Klasse, sonst wird die Firewall zum Flaschenhals.
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