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Virtualisiert

OPNsense unter Proxmox: welche Hardware?

Ein Rechner für alles: Firewall, Netzwerkspeicher, Heimautomatisierung. Das spart Strom und Platz, hat aber einen Haken, den man vor dem Kauf kennen sollte.

Was sich gegenüber der eigenen Appliance ändert

Technisch läuft OPNsense unter Proxmox genauso wie auf eigenem Blech. Der Unterschied liegt woanders: Deine Internetverbindung hängt dann an einem Rechner, auf dem noch anderes läuft. Jeder Neustart nach einer Aktualisierung, jeder Versuch mit einer neuen virtuellen Maschine und jeder Absturz eines anderen Dienstes nimmt das ganze Haus mit ins Netzloch.

Das ist kein Gegenargument, sondern eine Abwägung. Wer ohnehin einen Proxmox-Rechner betreibt und gern daran schraubt, spart sich ein zweites Gerät. Wer will, dass das Internet läuft, während er am Server bastelt, nimmt die eigene Appliance.

Die Hardware-Anforderungen

Was die virtuelle Maschine bekommen sollte
TeilEmpfehlungHinweis
Kerne2mehr bringt erst bei VPN unter Volllast etwas
Arbeitsspeicher4 bis 8 GB8 GB, sobald Angriffserkennung mitläuft
Speicherplatz32 bis 64 GBreicht für System und Protokolle
Netzwerkeigene Karten durchreichensiehe unten, das ist der wichtige Punkt

Der Wirtsrechner braucht entsprechend mehr: Arbeitsspeicher für alle Maschinen zusammen, und einen Prozessor, der die Durchreichung von Geräten beherrscht. Bei den kleinen N100- und N150-Rechnern ist das der Fall, bei sehr alten Plattformen nicht immer.

Netzwerkkarten durchreichen statt Brücken bauen

Der übliche Weg wären virtuelle Netzwerkbrücken auf dem Wirtsrechner. Das funktioniert, hat aber zwei Nachteile: Der Wirt sieht den gesamten Verkehr mit und wird selbst Teil der Angriffsfläche, und bei hohem Durchsatz kostet die Virtualisierung Leistung.

Sauberer ist, der virtuellen Maschine die Netzwerkkarten direkt durchzureichen. Dafür braucht es einen Rechner mit mehreren getrennten Netzwerkchips, und genau deshalb landen viele bei denselben Geräten wie für die eigene Appliance: kleine lüfterlose Rechner mit vier oder sechs Intel-Anschlüssen. Dazu kommt Reserve beim Arbeitsspeicher, weil neben der Firewall noch anderes laufen soll.

Die Einrichtung selbst gehört nicht auf diese Seite. Anleitungen zu Linux, Virtualisierung und Absicherung stehen im Sicherheitsbereich von gtkdb.de.

Geräte mit Reserve für mehrere Maschinen

Für einen reinen Firewall-Betrieb reichen 8 GB. Wer Proxmox darauf laufen lässt, plant besser mit 16 oder 32 GB. Die folgenden Geräte nehmen so viel auf, weil sie einen offenen DDR5-Steckplatz und zwei M.2-Plätze haben.

CWWK N150 Barebone mit sechs 2,5-Gbit-Anschlüssen

CWWK
359,00 € bei Amazon

Preis abgerufen am 30.09.2026 um 00:26 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Barebone mit sechs i226-V-Anschlüssen und N150-Prozessor im lüfterlosen Aluminiumgehäuse. DDR5-Steckplatz für bis zu 32 GB, zwei M.2-Steckplätze, dazu SATA und ein MicroSD-Steckplatz.

Vorteile
  • Bis zu 32 GB DDR5 möglich, damit auch für Virtualisierung brauchbar
  • Zwei M.2-Steckplätze, einer davon per Adapter für ein WLAN-Modul nutzbar
  • Sechs Intel-Anschlüsse mit 2,5 Gbit
  • Käufer loben den Support des Herstellers ausdrücklich
Zu beachten
  • Barebone ohne Arbeitsspeicher, SSD und Betriebssystem
  • Ein Käufer berichtet von ungleichmäßig geschliffenen Kontaktflächen am Kühler
  • Für einen einfachen Haushalt ist das Gerät überdimensioniert, was Käufer selbst anmerken

Passt zu dir, wenn: du Reserve für Virtualisierung willst und selbst bestückst.

Einordnung: Technisch die großzügigste Ausstattung in dieser Preisklasse, und die richtige Wahl, wenn 16 oder 32 GB geplant sind. Für eine reine Firewall lohnt der Kauf als Barebone derzeit nicht, dafür ist Speicher zu teuer.
Bei Amazon ansehen

Glovary N150 Barebone mit sechs 2,5-Gbit-Anschlüssen

Glovary
319,00 € bei Amazon

Preis abgerufen am 30.09.2026 um 00:26 Uhr. Bei Amazon kann er sich jederzeit ändern.

Sechs Intel-i226-V-Anschlüsse mit 2,5 Gbit, aktueller N150-Prozessor, DDR5-Steckplatz und zwei M.2-Steckplätze. Barebone, also ohne Arbeitsspeicher und ohne SSD.

Vorteile
  • Sechs Anschlüsse, damit lassen sich mehrere Netze ohne verwalteten Switch trennen
  • Aktueller N150 mit 6 Watt Verlustleistung laut Hersteller, genug Reserve für Gigabit
  • DDR5 und zwei M.2-Steckplätze, aufrüstbar statt fest verlötet
  • Käufer berichten von problemloser Installation von OPNsense und pfSense
Zu beachten
  • Barebone: Arbeitsspeicher und SSD kosten derzeit zusammen 175 bis 275 Euro extra und müssen eingebaut werden
  • Die Bewertungen des Listings gelten für alle Varianten, also auch für die bestückte Ausführung
  • Zur Temperatur gibt es geteilte Rückmeldungen

Passt zu dir, wenn: du Arbeitsspeicher und SSD selbst einbaust und sechs getrennte Netzwerkanschlüsse brauchst.

Einordnung: Sechs Anschlüsse zum kleinsten Gerätepreis. Rechne die Teile aber dazu: Bei den aktuellen Speicherpreisen liegt die bestückte Ausführung derselben Baureihe meist gleichauf oder darunter.
Bei Amazon ansehen

Was der Arbeitsspeicher derzeit kostet

Ein Punkt, der die Rechnung verschiebt: Speicher ist 2026 außergewöhnlich teuer. Ein einzelner 8-GB-Riegel kostet zwischen 130 und 220 Euro, 32-GB-Module liegen laut Preisvergleich bei 430 bis 580 Euro. Wer einen Proxmox-Rechner mit 32 GB plant, sollte das einrechnen, bevor er sich für das Barebone entscheidet.

Die vollständige Rechnung steht unter Barebone oder fertig bestückt.